102 Meter in die Höhe – eine Turmmontage, die Präzision und Teamwork verlangt
Die Montage eines 102 Meter hohen Turmes stellt hohe Anforderungen an die Planung, Koordination und technische Umsetzung. Zahlreiche Abklärungen, besondere Herausforderungen und die enge Zusammenarbeit verschiedener Fachunternehmen und Behörden waren notwendig, um dieses anspruchsvolle Projekt sicher und effizient realisieren zu können.
Umfangreiche Abklärungen im Vorfeld
Bereits in der Planungsphase mussten verschiedene technische und behördliche Anforderungen geklärt werden. Eine besondere Herausforderung stellte die notwendige Abspannung des Turmes über die öffentliche Strasse dar. Hierfür waren entsprechende Abklärungen und Abstimmungen mit der Gemeinde Münchenstein erforderlich.
Auch die luftfahrtrechtlichen Vorgaben mussten berücksichtigt werden. Mit dem Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) wurden die Anforderungen an die Befeuerung sowie die Anmeldung des Turmes als Luftfahrthindernis geklärt.
Besondere Herausforderungen bei der Turmmontage
Eine weitere anspruchsvolle Aufgabe war die Durchstellung des Turmes im Bereich der bestehenden Gerüstkonstruktion. Gemeinsam mit Lovecchio Gerüstbau wurde der erforderliche Ausbau der Passerelle abgestimmt, um den notwendigen Platz für die Turmmontage zu schaffen.
Zusätzlich musste eine temporäre Verankerung des Turmes am Gerüst vorgesehen werden. Die dafür notwendigen Zusatzverankerungen wurden durch den Gerüstbauer geplant und entsprechend umgesetzt.
Auch die Platzierung der Hilfstürme für die Abspannungen erforderte eine durchdachte Lösung. Da sich die vorgesehenen Standorte auf einem unterkellerten Bereich befanden, mussten die Platzverhältnisse und die Belastbarkeit der Fläche besonders berücksichtigt werden.
Dank unseres firmeneigenen Genie-Teleskopladers konnten die Hilfstürme gezielt auf der unterkellerten Fläche positioniert werden. Der Einsatz dieses Gerätes ermöglichte eine flexible und effiziente Umsetzung unter den gegebenen Platzverhältnissen.
Technische Koordination und sichere Verankerung
Um einen reibungslosen Ablauf der Installation sicherzustellen, fand im Vorfeld eine gemeinsame Begehung mit dem Geometer, dem Planer sowie dem Pneukran-Unternehmen statt. Dabei wurden die örtlichen Gegebenheiten, die Kranpositionierung sowie die einzelnen Montageschritte sorgfältig aufeinander abgestimmt.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Vorbereitung war die Abklärung der Verankerungen auf dem Dach. Gemeinsam mit dem zuständigen Bauingenieur wurde die Befestigung auf den vorhandenen Betonsockeln mittels Injektionsankern geprüft und abgestimmt, um eine sichere Aufnahme der auftretenden Kräfte zu gewährleisten.
102 Meter – eine Leistung, die Zusammenarbeit erfordert
Dieses Projekt zeigt eindrücklich, wie viele technische, organisatorische und sicherheitsrelevante Aspekte bei der Montage eines 102 Meter hohen Turmes ineinandergreifen.
Von den behördlichen Abklärungen über die Koordination mit den beteiligten Fachunternehmen bis hin zur Planung der Hilfskonstruktionen und Verankerungen war eine sorgfältige Vorbereitung entscheidend.
Mit technischem Know-how, vorausschauender Planung, flexiblen Lösungen und einer engen Zusammenarbeit aller Beteiligten konnten die anspruchsvollen Voraussetzungen für eine sichere und effiziente Turmmontage geschaffen werden.
Ein besonderer Dank gilt allen beteiligten Unternehmen, Fachplanern, Behörden und Projektpartnern für die hervorragende, konstruktive und lösungsorientierte Zusammenarbeit.
Nur durch das gemeinsame Engagement, die professionelle Koordination und den Einsatz aller Beteiligten war die erfolgreiche Umsetzung dieses aussergewöhnlichen Projekts möglich. Herzlichen Dank an alle, die dazu beigetragen haben! Speziell, ein herzliches Dankeschön gilt der Jermann AG für die angenehme und partnerschaftliche Zusammenarbeit sowie für das entgegengebrachte Vertrauen.


